AFRIKA/SÜDAFRIKA - „Justitia-et-Pax“ beklagt Tod von 36 Patienten einer psychiatrischen Klinik nach Sparmaßnahmen

Dienstag, 20 September 2016 gesundheitswesen  

Johannesburg (Fides) - “Wir dürfen den Tod von 36 Patienten einer psychiatrischen Klinik nicht akzeptieren, die starben nachdem sie in den vergangenen Monaten vom Life Healthcare Esidimeni Centre ohne eine angemessene Kontrolle durch die zuständigen Gesundheitsbehörden in andere Insitute verlegt wurden”, heißt es in einer vom Präsidenten der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Southern African Catholic Bishops’ Conference, Bischof Abel Gabuza von Kimberley unterzeichneten Verlautbarung.
Bischof Gabuza, der den Angehörigen der Patienten sein Beileid bekundet, betont: “Während wir auf die Ergebnisse der Untersuchungen des Gesundheitsministeriums warten, möchte ich unsere Sorge darüber zum Ausdruck bringen, dass diese Behörden nicht auf die Warnungen der Zivilgesellschaft und der Angehörigen gehört haben bevor der Vertrag mit dem Esidimeni Centre gekündigt wurde”.
Bischof Gabuza übt in diesem Zusammenhang Kritik an den rein wirtschaftlichen Prinzipien, die den Problemen im Bereich der Psychiatrie zugrunde gelegt werden. Zwar sei eine umfassendere Kontrolle der Ausgaben notwendig, doch die Behörden dürften auf keinen Fall eine notwendige Behandlung verweigern. “Ein Gesundheitssystem, für das die Gewinne wichtiger sind als die Personen und nicht über angemessene Kontrollmechanismen verfügt, ist in einem Staat nicht tragbar und ein Todesurteil für arme Menschen”.
(L.M.) (Fides 20/9/2016)


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