AMERIKA/GUATEMALA - Bischof Vian Morales fordert Ende der Ausbeutung von Bauern und Indios

Dienstag, 20 September 2016 eingeborene   politik   armut   umwelt  

Guatemala City (Fides) – "Wir dürfen Bauern und Indios nicht länger ausbeuten”, so Erzbischof Oscar Julio Vian Morales, S.D.B., von Santiago de Guatemala, in seiner Predigt beim Sonntagsgottesdienst am vergangenen 18. September. "Der Herr ist gegen alle, die die Armen ausbeuten… Denn dies verhindert die Entwicklung der Armen, so der Erzbischof weiter. In diesem Zusammenhang beklagt Erzbischof Vian Morales vor allem die Vernachlässigung der ländlichen Gebiete, für deren Einwohner es weder Bildung noch Gesundheitsversorgung gibt.
Dabei bezieht sich Bischof Vian Morales auf einen im Juni dieses Jahres veröffentlichten Bericht des Büros für Menschenrechtsschutz (Udefegua), der dokumentiert, dass in den vergangenen 15 Jahren vier verschiedene Regierungen “keine nennenswerten Veränderungen” herbeigeführt haben, was die Situation der Bauern anbelangt.
Auch bei einem Forum der Organisation Oxfam wurden die Missstände angeprangert: "In Guatemala haben Bauern keinen Anspruch auf Landbesitz. Guatemala gehört zusammen mit Haiti und Brasilien zu den Ländern, in denen sich der Reichtum in den Händen einiger weniger konzentriert“. Auch Juana Sales, von der Frauenbewegung der Indiovölker beklagt: "Der Reichtum unserer Wälder, die Bodenschätze, die Wasservorkommen und das Erdöl, das wir in Guatemala haben, macht unser Land zu einem bevorzugten Land für internationale Unternehmen, die nur an billigen Arbeitskräften und staatlichen Konzessionen interessiert sind ".
(CE) (Fides, 20/09/2016)


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