ASIEN/NEPAL - Konkrete staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Verheiratung von Minderjährigen bleiben bisher aus

Samstag, 17 September 2016 minderjährige  

Anna

Katmandu (Fides) – Die Verheiratung von Minderjährigen beeinträchtigt auch heute noch das Wachstum und die Entwicklung vieler Mädchen in Nepal und die Regierung tut nicht viele für die Bekämpfung des Phänomens oder die Minderung der dadurch verursachten Schäden. Solche Ehen seien im Land seit 1963 eigentliche verboten, betont die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, trotzdem sind 37% der jungen Frauen die Heiraten unter 18 Jahre alt und 10% sogar unter 15.
Im Jahr 2014 hatte die Regierung einen Plan zu Bekämpfung des Phänomens ursprünglich bis 2020 angekündigt, doch die Frist wurde bereits bis 2030, da es bisher kaum konkrete Aktionen gibt. HRW beklagt deshalb das Fehlen konkreter Strategien für einen Aktionsplan, der das Wohl der Mädchen in Nepal schützt und erinnert daran, dass die Polizei nur in sehr seltenen Fällen eingreift. Derzeit arbeitet die Regierung zusammen mit Nichtregierungsorganisationen und den Vereinten Nationen an der Entwicklung einer Nationalen Strategie zur Ausrottung der Verheiratung von Minderjährigen, die den nationalen Aktionsplan ergänzen soll.
(AP) (Fides 17/9/2016)



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