ASIEN/PAKISTAN - Bei der Gründung Pakistans traten Christen für die Zugehörigkeit der Provinz Punjab ein

Dienstag, 13 September 2016

Lahore (Fides) – Die Provinz Punjab ist eine der wichtigsten Provinzen Pakistans und politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Die Provinz gehört zu Pakistan dank der Stimmen dreier Christen, die bei der Unabhängigkeit von Indien für eine Zugehörigkeit zu Pakistan eintraten. Daran erinnerte Pfarrer Inayat Bernard, Rektor des Kleinen Seminars in Lahore, vor kurzem bei einer Konferenz über den Beitrag christlicher Minderheiten zur Nation.
Im Rahmen der von dem Franziskanerpater Francis Nadeem gegründeten Rates für den Interreligiösen Dialog gegründeten Konferenz betonte Pfarrer Bernard: “Die Lehrbücher erinnern nicht an diesen Beitrag der Christen zur Entstehung Pakistans: es handelte sich um Sardar Bahadur S.P. Singha, den Richter A. R. Cornelius und den Lehrer Fazal Elahi. Sie gehörten zu den engsten Mitarbeitern von Muhammad Ali Jinnah, dem Vater des Vaterlandes“.
Sie sollen damals gesagt haben: “Wir sind bereit uns für Pakistan in die Brust schießen zu lassen”. „Heute sollte man so wie man an die muslimischen Helden der Unabhängigkeit erinnert auch an die christlichen Helden erinnern" so Pfarrer Bernard weiter, "Echte Patrioten lieben ihr Land und geben das Leben für die Nation und ihre Menschen. Wir sind heute berufen gemeinsam für das Wohl unseres geliebten Landes einzutreten“, so der Redner abschließend, der in diesem Zusammenhang daran erinnerte, dass die pakistanische Verfassung des Jahres 1973 einige diskriminierende Artikel enthält.
"Wir gedenken der muslimischen und christlichen Helden, die zur Entstehung Pakistans beigetragen haben”, betonte auch Pater Nadeem, “Pakistan ist kein Land, das den Anhängern einer bestimmten Religion oder Mehrheit gehört. Alle, die in Pakistan geboren werden und leben sind Gleichwertige Bürger. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen rufen heute zu Hass und Diskriminierung auf. Wir sollten uns von dieser Sklaverei befreien.“
(PA) (Fides 13/9/2016)


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