AFRIKA/ÄGYPTEN - Koptisch-orthodoxe Diaspora-Gemeinde in den USA will al-Sisi bei dessen Besuch in New York begrüßen

Montag, 12 September 2016 ostkirchen   internationale politik  

CoptsUnited

New York (Fides) – Priester und Gläubige der koptisch-orthodoxen Erzdiözese Nord-Amerika sollen am kommenden 20. September gemeinsam in New York vor dem Sitz der Vereinten Nationen zusammenkommen und ihre Unterstützung für den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al Sisi kund zu tun, der an diesem Tag an der 71. Vollversammlung der Vereinten Nationen teilnimmt.
Der koptisch-orthodoxe Erzbischof David lädt die Priester und Gläubigen ein, den ägyptischen Präsidenten herzlich zu empfangen und öffentlich ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Auch der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. wünschen dem ägyptischen Präsidenten viel Erfolg bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten.
Dieser Initiative der US-amerikanischen koptischen Auslandsgemeinde in Nordamerika waren Kundgebungen vor dem Weißen Haus in Washington voraus gegangen, bei denen die Teilnehmer gegen die Gewalt gegen koptische Christen in Ägypten protestierten. Bereits in den Tagen zuvor war der koptisch-orthodoxe Patriarch vor einer möglichen Instrumentalisierung öffentlicher Kundgebungen gewarnt worden, die als “Eingreifen“ ausländischer Organisationen und Gruppen in interne Angelegenheiten Ägyptens verstanden werden könnten. Der ägyptische Schriftsteller Michel Fahmy hatte solche Kundgebungen kritisiert, da seiner Meinung nach nur der ägyptische Staat in der Lage ist, Kopten vor Gewalt zu schützen. Dies könne weder die koptisch-orthodoxe Diaspora noch koptischen Abgeordneten im ägyptischen Parlament gelingen.
(GV) (Fides 12/09/2016)


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