ASIEN/LIBANON - Abfallproblem: Katholische Schulen setzen auf Umwelterziehung

Donnerstag, 8 September 2016 ostkirchen   umwelt   bildungswesen  

greenreport.it

Beirut (Fides) – Das Abfallproblem ist im Libanon seit über einem Jahr ungelöst, was die Unzufriedenheit unter der bereits von der politischen und institutionellen Instabilität verunsicherten Bürger wachsen lässt. Angesichts der dramatischen Lage will das Sekretariat der katholischen Schulen der Umwelt-Erziehung ein besonderes Augenmerk schenken, weshalb das Thema auch im Mittelpunkt eines Kongresses stand, der gestern in Beirut mit Blick auf den bevorstehenden Beginn des Schuljahres veranstaltet wurde. Die Konferenz eröffnetet der maronitische Patriarch Kardinal Boutros Bechara Rai, der an die Umweltenzyklika von Papst Franziskus "Laudato si" erinnerte.
Die Enzyklika, die sozialen und ökologischen Themen gewidmet ist, so der Patriarch, sei im Wort Gottes verwurzelt und zeige den biblischen Blick auf die Schöpfung auf. Ausführlich erläuterte der Patriarch auch den in der Enzyklika enthaltenen Begriff der „ganzheitlichen Ökologie” und betonte, dass der Umweltschutz nicht auf eine kritische Reflexion zur den globalen Entwicklungsmodellen und deren Nachhaltigkeit stattfinden dürfe. Mit Bezug auf die Situation im Libanon betonte der Patriarch, dass das Umweltproblem nicht gelöst werden kann, wenn nicht eine kollektive Verhaltensänderung stattfinde, insbesondere was das Konsumverhalten anbelangt. Auf dieser Ebene, so der Patriarch, seien auch die katholischen Schulen berufen, einen wichtigen Beitrag zu leisten, indem sie unter den Schülern eine „ökologische Spiritualität“ fördern, die die sozialen Auswirkungen von Verhaltensweisen, die Umweltschäden verursacht, berücksichtigt.
(GV) (Fides 8/9/2016).


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