AMERIKA/PARAGUAY - Bischof Ortiz zweifelt an der Unmöglichkeit der Beendigung der Gewalt der EPP

Donnerstag, 8 September 2016 bischöfe   gewalt   bewaffnete gruppen  

Concepcion (Fides) – Nach Ansicht des emeritierten Bischofs von Concepción, Bischof Zacarías Ortiz Rolón, S.D.B., ist es unverständlich, dass es nicht gelingt, die Gewalt der so genannten “Paraguayischen Volksarmee (EPP)” zu beenden. Er vermutet sogar, dass es Komplizen der EPP unter den Mitarbeiter der Behörden geben könnte. Es sei in der Öffentlichkeit bekannt, so Bischof Ortiz, dass die EPP in Drogengeschäfte verwickelt ist und manche Politiker sie in Schutz nehmen.
Er geht noch weiter und betont: "Es gibt Politiker, die mit Drogen handeln“.
In diesem Zusammenhang erinnert Bischof Ortiz daran, dass die EPP ursprünglich für die Bauern des Landes und die Bekämpfung der Armut standen: „Heute kämpfen sie nicht mehr für die anderen, sondern für sich selbst“, so der Bischof im Gespräch mit der Presse.
Der emeritierte Bischof erinnert an die Forderungen der Bischofskonferenz im Zusammenhang mit dem Tod von 8 Soldaten, die am vergangenen 27. August von der EPP in Concepcion aus dem Hinterhalt ermordet wurden: "Die Kirche fordert die Behörden ein weiteres Mal auf, die Kriminellen zu identifizieren und die Schuldigen zu bestrafen, damit weiteres Blutvergießen verhindert werden kann". In einer gemeinsamen Verlautbarung hatten die Bischöfe die Gewalt der Guerillagruppe verurteilt und die Beendigung der Attentate gefordert.
(CE) (Fides, 08/09/2016)


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