AFRIKA/GABUN - Bischöfe bitten um internationale Vermittlungstätigkeit

Dienstag, 6 September 2016 wahlen   bischöfe   uno  

Libreville (Fides) – Die Bischöfe von Gabun bitten um die Bereitstellung eines internationalen Vermittlers bei der Lösung der politischen Krise nach der Wiederwahl des Präsidenten Ali Bongo Ondimba und den Protesten des Herausforderers Jean Ping (vgl. Fides 1 und 3/9/2016).
In einer Botschaft an das Land betont Erzbischof Bischof Basile Mve Engone von Libreville: “Wir appellieren angesichts der gegensätzlichen Positionen an die afrikanische Weisheit, die besagt, dass, wenn zwie Brüder streiten die Vermittlung durch einen Dritten notwendig ist”.
Der Erzbischof erinnert in diesem Zusammenhang, dass Gabun bei verschiedenen afrikanischen Krisen als Vermittler aufgetreten war und erklärt: „Unser Land muss auf die Vermittlertätigkeit der internationalen Organisationen und Institutionen setzen, damit Einheit, Gerechtigkeit und Frieden erhalten bleiben“. Insbesondere wendet sich der Erzbischof mit seiner Bitte an die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union und die Europäische Union. Die sich “für den Wahlprozess engagiert haben”, weshalb sie “auch ihre Rolle bei der Begleitung Gabuns aus der Krise übernehmen sollten“.
Nach dem Wahlsieg von Ali Bongo Ondimba kam es zu Unruhen, bei denen mehrer Menschen starben und viele verletzt wurden. Außerdem entstanden auch materielle Schäden. Angesichts des Verlusts von Menschenleben forderte Erzbischof Engone “alle lebendigen Kräfte des Landes, die Mehrheit und die Opposition“ auf, „wieder zur Besinnung zurückzukehren und einen Ausweg aus der Krise zu suchen.
(L.M.) (Fides 6/9/2016)


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