AFRIKA/ZAMBIA - Religionsvertreter besorgt über Zensur, Gewalt und Hass

Donnerstag, 1 September 2016 wahlen  

Lusaka (Fides) - “Wir sind traurig und besorgt im Hinblick auf die Störung der Medientätigkeit und die Verfolgung privater Medien durch die Regierung”, heißt es in einer gemeinsamen Verlautbarung der christlichen Konfessionen in Sambia nach der Schließung einiger Sender durch die zuständigen staatlichen Behörden (vgl. Fides 24/8/2016). Die Vertreter der christlichen Religionen, darunter auch die katholische Bischofskonferenz, würdigen den friedlichen Verlauf der Wahl am vergangenen 11. August, äußern sich aber gleichsam “enttäuscht und besorgt”, angesichts von “Spannungen und Gewalt, nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse” und verurteilen die Ausschreitungen zwischen den Anhängern der Regierungspartei l Patriotic Front und der Oppositionspartei United Party for National Development.
Sorge bereitet den Religionsvertretern auch die Präsenz von parteinahen Milizen und der ablehnenden Äußerungen von Politikern gegenüber dem Verfassungsgericht, bei dem die Opposition Beschwerde gegen den Sieg des Patriotic Front und des scheidenden Präsidenten Edgar Lungu einlegte: “Diese Einschüchterungsversuche gegen das Verfassungsgericht dürfen unsere Bürger nicht tolerieren“.
Abschließend appellieren die Religionsvertreter an den Staatschef mit der Bitte um eine Rücknahme der Schließung der Privatsender und an die Medien mit der Bitte um die Achtung der ethischen Prinzipien bei der Berufsausübung sowie um Verzicht auf Hassreden.
(L.M.) (Fides 1/9/2016)


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