AFRIKA/SÜDSUDAN - Bischof verurteilt Welle der Gewalt gegen Zivilisten in Yei

Dienstag, 30 August 2016 massaker   bischöfe  

Juba (Fides) – Als „abscheuliche Handlungen und unsagbare Verbrechen“ bezeichnet Bischof Erkolano Lodu Tombe von Yei im Südsudan die Welle der von Soldaten und Zivilsten ausgeübten Gewalt unter der Zivilbevölkerung in der Stadt und deren Umgebung. Bei einem jüngsten massaker waren drei Mitglieder derselben Familie ermordet und deren Leichen in den Fluss Yei geworfen worden. Nach Angaben der Behörden wird ein weiteres Familienmitglied noch vermisst. Wie der Bischof beklagt, verlassen zahlreiche Einwohner die Stadt und suchen in Nachbarländern, insbesondere in Uganda Zuflucht.
Zwei Jahre lang war es in während des Bürgerkriegs (2013-2015) in Yei relativ friedlich geblieben. Nach den jüngsten Ausschreitungen in der Hauptstadt Juba den Friedensprozess beeinträchtigt (vgl. Fides 15/7/2016), während es nun in Yei, das stets von Regierungskräften gehalten wurde, zu einer Welle von Übergriffen so genannter Todes-Schwadrone kam. Nach Zeugenaussagen, soll es zurzeit jede Nacht zu solchen tödlichen Übergriffen auf Privatwohnungen kommen.
(L.M.) (Fides 30/8/2016)


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