ASIEN/INDIEN - Viele Opfer der Massaker von Orissa warten auf Gerechtigkeit

Donnerstag, 25 August 2016 religiöse minderheiten   religionsfreiheit   vertriebene   gewalt   hinduismus   verfolgung   märtyrer  

Orissa Church

New Delhi (Fides) – Acht Jahre nach den antichristlichen Massakern im indischen Staat Orissa, die am 25. August 2008 begannen, gibt es für die Opfer immer noch keine Gerechtigkeit: wie der ehemalige Vorsitzende der "All India Catholic Union", John Dayal, betont "ist die Zeit der Trauer nach dem jüngsten Tod des emeritierten Erzbischofs von Orissa, Raphael Cheenath, auch eine Zeit des Gedenken an das größte Martyrium indischer Christen in Indien seit Jahrhunderten“. Die katholische Kirche beging am vergangenen 30. August einen “Tag der Märtyrer” und will für die Opfer des Massakers ein Seligsprechungsverfahren auf den Weg bringen.
"Eine Welle der gezielten Gewalt gegen Dalit und tribale Völker im Distrikt Kandhamal, die mörderischen Aktionen“ beklagt der katholische Aktivist, der daran erinnert, dass „diesen Straffreiheit vom Staat und Regierungsapparaten garantiert wurde. Der verstorbene Erzbischof setzte sich sein Leben lang für Gerechtigkeit ein, doch im Zusammenhang mit vielen Verbrechen wird noch nicht einmal ermittelt. Wir müssen uns weiterhin um Gerechtigkeit bemühen”.
Am 25. August 2008 forderte eine Welle der Gewalt gegen die christlichen Gemeinden in Kandhamal mindestens 100 Opfer, von denen die Regierung offiziell nur 38 bestätigte. Nach Schätzungen wurden rund 5.600 Wohnungen geplündert und in Brand gesteckt, rund 300 Kirchen und Kultstätten wurden zerstört. Über 50.000 Christen suchten Zuflucht in den Wäldern und versuchten als Flüchtlinge der ethnischen Säuberung zu entgehen.
Viele der Überlebenden haben bis heute keine Gerechtigkeit erfahren. Am 2. August ordnete das Oberste Indische Gericht die Revision von insgesamt 315 Fällen der Gewalt an, in denen nicht korrekt ermittelt wurde.
“Christian Solidarity Worldwide” betont in diesem Zusammenhang: "Der Beschluss des Obersten Gerichts, insgesamt 315 Fälle noch einmal untersuchen zu lassen, ist ein erster Schritt: wir fordern staatliche Garantien für die Festnahme der Schuldigen, die für ihre Aktionen bestraft werden müssen. Die Ereignisse in Kandhamal dürfen wir nicht vergessen; wir werden auch künftig Maßnahmen gegen die Ungerechtigkeit fordern".
(PA) (Fides 25/8/2016)


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