ASIEN/INDIEN - Intoleranz und Gewalt gegenüber pfingstkirchlichen Gemeinden nimmt zu

Dienstag, 23 August 2016 religiöse minderheiten   religionsfreiheit   gewalt   hinduismus   menschenrechte  

New Delhi (Fides) - "Es gibt eine wachsende Intoleranz und Feindseligkeit gegenüber kleinen pfingstkirchlichen Gemeinden, denen nicht erlaubt wird, ihre von der Verfassung garantierten Rechte in Anspruch zu nehmen”, so der Vorsitzende des „Global Council of Indian Christians“, Sajan K. George, der in diesem Zusammenhang an die jüngsten Episoden der Gewalt gegen protestantische Pastoren erinnert.
Am 20. August wurde Pastor Roy von der "Sharon Fellowship Town Church" von Extremisten in Kodungallur (Kerala) mit Steinen beschmissen. Wie Pastor Roy mitteilt herrschte in den vergangenen fünf Jahren immer wieder eine angespannte Atmosphäre bei den Sonntagsgottesdiensten, bei denen oft hinduistische Fanatiker anwesend waren, die versuchten den Gottesdienst zu stören. Bei einer weiteren jüngsten Episode in Bangalore (Karnataka) wurde am 18. August ein 26jähriges Mitglied der “Thadou Christian Fellowship Church” von fünf Männern mit Schlägen und Stößen angegriffen nachdem er einen Freund besucht hatte, bei dem er ein Gebetstreffen leitete.
Wie pfingstkirchliche Gemeinden bestätigen nimmt die Zahl der Übergriffe zu. "Die Pastoren tun nichts Illegales”, so Sajan K. George “und sie stören mit ihren Aktivitäten auch nicht die öffentliche Ordnung. Sie werden von Radikalen angegriffen, die ohne Grund gewaltsam gegen unschuldige Gläubige vorgehen. Der Staat sollte dagegen institutionelle Maßnahmen ergreifen, die die Gewalt stoppen und die rechtsstaatlichen Prinzipien garantieren".
(NC-PA) (Fides 23/8/2016)


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