AFRIKA/SÜDSUDAN - “Schluss mit den ethnischen Morden. Andernfalls wird es uns wie Somalia ergehen“

Samstag, 6 August 2016 bewaffnete gruppen  

https://radiotamazuj.org/en/article/yei-bishop-warns-against-ethnic-killings

Juba ( Fides)- “Wenn wir nicht so enden wollen wie Somallia, müssen die Morde unter den Stämmen aufhören, und wir müssen stattdessen lernen als Brüder und Schwestern zusammen zu leben“, erklärte Bischof Elias Taban von der Evangelischen Presbyter-Kirche in Yei und warnte die Bevölkerung des Südsudan vor Hass und ethnischem Mord im ganzen Land.

Er verurteilte die ethnisch bedingten Morde von Leuten auf den Straßen des Landes.

„Das selektive Töten auf unseren Straßen ist unser größtes Problem, und wir müssen das ohne Scham und Angst zugeben; das muss aufhören, wenn wir den Frieden für unser Land wollen“, sagte Elias. Der evangelische Bischof betonte, dass der beliebte Slogan im Südsudan "One Persone One Nation" inhaltslos bleiben wird, wenn die Bürger sich gegenseitig nur wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit gegenseitig umbringen. Elias riet den Südsudanesen um des Friedens und der Entwicklung des Landes willen die ethnischen Unterschiede zu akzeptieren. „Du musst stolz auf deinen Stamm sein“, sagte er. „Ich selbst bin dem Stamm nach ein Kaliko, und ich bin stolz darauf. Und genauso musst du stolz sein, wenn du ein Dinka, Nuer, Kakwa oder Pajulu bist“, schloss er.

Die Lage im Land ist jedoch nach wie vor angespannt nach den Zusammenstößen zwischen den Truppen von Präsident Salva und den Anhängern von Vizepräsident Poiek Machar. Die Regierung in Juba hat „im Prinzip“ die Aufstellung einer Regionaltruppe zur Unterstützung der 12 UN-Blauhelme gebilligt, damit die Friedensvereinbarung vom August 2015 in Kraft tretem und der Zivilbevölkerung Schutz und Hilfe gegeben werden kann.

(L.M.) (Fides 6/8/2016)


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