AFRIKA/DR KONGO - Ermahnung der Bischöfe: “Dialog auf nationaler Ebene vor Ende August notwendig, damit die Spannungen sich nicht weiter verschärfen“

Donnerstag, 4 August 2016 wahlen   bischöfe  

Kinshasa (Fides)- Die kongolesische Politik polarisiert sich in dem Streit zwischen Präsident Joseph Kabila, der inzwischen wohl beabsichtigt auch nach Ablauf seines zweiten Mandats, am 20. Dezember, weiterhin im Amt zu bleiben, und seinem Hauptgegner, Etienne Tsgisekedi, der anlässlich einer Wahlveranstaltung am 31. Juli ein „Kündigungsschreiben“ mit dreimonatiger Frist ab dem 19. September (Datum der Präsidentschaftswahlen) (s. Fides 3/8/2016) an seinen Widersacher geschickt hatte.
Bekanntlich ist das Datum der Präsidentenwahl noch nicht festgelegt, und es wird zu einer Verlängerung des Mandats von Kabila kommen werden. Ein Interim das – wie die Oppsition befürchtet – zu einem Mandat auf Lebenszeit für Kabila werden könnte.
In dieser spannungsgeladenen Atmosphäre hatten die Bischöfe der Nationalen Bischofskonferenz des Kongo (CENCO) gefordert, dass alle Vertreter der Politik sich aufrichtig zu einem Dialog um einen Tisch setzen; denn das sei inzwischen absolut nötig, damit die Wahlen verfassungsgemäß ablaufen können und um das Chaos zu vermeiden. „Angesichts der Dringlichkeit fordern wir sie auf, diesen Dialog im August einzuleiten. Jeder Aufschub würde die Spannungen nur verschlimmern. Die Zeit drängt, es darf nicht länger gewartet werden. Die Vorbedingungen, die von der einen oder anderen Seite gestellt wurden, können im Rahmen des Vorbereitungskomites erörtert werden. Es muss all das Vorrang haben, was zur Demokratie und zum Frieden beiträgt, vor den Sorgen um den eigenen Posten oder die persönlichen-oder Parteiinteressen“.
(L.M.)Fides 4/8/2016)




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