ASIEN/INDIEN - Protestantischer Geistlicher von maoistischen Rebellen getötet

Montag, 1 August 2016

Godavari (Fides) – Die Christen in Indien beklagen den brutalen Mord an einem unschuldigen Pfarrer: Am 29. Juli wurde Pastor Yohan Maraiah im Distrikt von Ost-Godavari im Staat Andhra Pradesh gnadenlos solange geschlagen bis er starb. „Das ist nicht der erste Anschlag auf den Pfarrer: Bereits andere Male war er geschlagen und seine Kirche niedergebrannt worden, aber er hatte seinen festen Glauben in Jesus Christus und hatte nie aufgegeben“, berichtet Fides gegenüber Sajan K. George, der Vorsitzende des „Gesamtrates der indischen Christen“ (GCIC), der den Mord scharf verurteilt und daran erinnert hat, dass „die Religionsfreiheit von der Verfassung garantiert ist“.
Der Lokalpolizei zufolge sind vor drei Tagen mehr als 100 Naxaliten-Anhänger ins Dorf eingedrungen und haben den Pfarrer mitgenommen und in den Wald gebracht. Dort haben sie ihn schrecklich misshandelt, und drei Stunden später wurde Maraiahs Leiche mit auf den Rücken gebundenen Händen am Dorfrand gefunden. In einem Brief, der neben der Leiche lag, bezeichnen die Maoisten den Pfarrer als „Polizeispitzel“ und beschuldigen ihn „unermesslichen Reichtum angesammelt zu haben, indem er die Steuerzahler ausbeutete“.
(PA) (Fides 1/8/2016)


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