EUROPA/GROSSBRITANNIEN -Wachsende Zusammenarbeit zwischen Caritas Westminster und Jewish Volunteering Network (JVN)

Montag, 25 Juli 2016 flüchtlinge   caritas   freiwilliger hilfsdienst  

jvn.org.uk

London(Fides) – Die vermehrte Zusammenarbeit zwischen den christlichen Freiwilligen der Caritas und jüdischen Volontären des Jewish Volunteering Network (JVN, Jüdisches Freiwilligen-Netzwerk) stellt ein Modell dar, das neue Wege zu gemeinsamer Arbeit im Bereich humanitärer Notstandssituationen auftun, und womöglich zu einem wirksamen Instrument zur Verbreitung der Begegnungs-Kultur und des Dienstes am Gemeinwohl werden kann. Davon überzeugt sind John Coleby, der Direktor von Caritas Westminster, und Leonie Lewis, Direktorin des JVN, dem Organ das die jüdischen Freiwilligen-Organisationen im Vereinigten Königreich zusammenfasst, und das mit analogen Netzwerken in anderen Ländern zusammen arbeitet.
In den vergangenen Tagen haben Coleby und Lewis in einer von den israelischen Medien veröffentlichten Stellungnahme das Potential der interreligiösen Zusammenarbeit im karitativen Bereich skizziert und daran erinnert, dass die Begegnung und der Erfahrungs-und Hilfsaustausch zwischen den beiden Organisationen vor sechs Monaten konkret begonnen haben mit Hilfsprogrammen für die in Calais gestrandeten Flüchtlinge sowohl von Seiten der Caritas Westminster als auch des JVN. Bei dieser Gelegenheit traten auch sogleich die möglichen Übereinstimmungen zwischen den beiden Organen zutage, angefangen bei der Chance, dass die einen von den anderen im Rahmen der humanitären Hilfsarbeit lernen können.
Das interreligiöse Volontariat – betonen Coleby und Lewis – kann komplexe Situationen angehen und lösen. Die Verantwortlichen der beiden Organe verweisen in ihren Äußerungen auf die Zugehörigkeit zur gemeinsamen jüdisch-christlichen Tradition als Inspirationsquelle für ein gemeinsames Wirken von Juden und Christen im Bereich der Hilfsarbeit unter dem Zeichen der Dankbarkeit. Eine derartige Zusammenarbeit kann, wenn sich ihre gemeinsamen Programme allmählich ausdehnen, auch zu einem nützlichen Werkzeug zum Abbau von Diskrimination und religiösem Sektierertum werden. Die beiden Verantwortlichen wünschen sich, dass in Zukunft die Zusammenarbeit auch ähnliche Volontariats-Initiativen einbeziehen werde, die in den muslimischen Gemeinden wirken
(GV) (Fides 25/7/2016)


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