ASIEN/BANGLADESCH - Gezielte Drohungen und Morde: Nach dem Attentat von Dacca sind religiöse Minderheiten besorgt

Freitag, 8 Juli 2016 religiöse minderheiten   terrorismus   gewalt   islam   religionsfreiheit  

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Dacca (Fides) – Nach dem jüngsten Attentat in Dacca, bei dem am vergangenen 1. Juli 20 Menschen starben, sind die Bürger und Institutionen, aber auch die religiösen Minderheiten besorgt im Hinblick auf die Zunahme extremistischer Gewalt. Vertreter der religiösen Minderheiten (Hindus, Christen und Buddhisten) erhalten weiterhin Drohungen oder werden Opfer gezielter Morde: am vergangenen 30. Juni wurde der Buddhist Mong Shwe Lung Marma in Bandarban ermordet, wo am 14. Mai auch der buddhistische Mönch Mongsowe U Chak gewaltsam ums Leben gekommen war.
Am 1. Juli wurde der Hindu Shaymanonda Das im Distrikt Jhenaidah ermordet: es ist bereits der dritte Mord an einem hinduistischen Relgionsvertreter seit Anfang des Jahres. Am 2. Juli wurde der hinduistische Religionsführer Bhabasindhu Roy in einem Tempel im Distrikt Satkhira überfallen: sein Gesundheitszustand bleibt kritisch.
Die in Bangladesch verbotene Gruppe „Islamic Khalafot Mojahidin Bangladesh” verteilte unterdessen in Geschäften in Daka Flugblätter, in denen sie allen mit dem Tod drohen, die sich nicht an besondere muslimische Regeln halten.
“Wir bitten die Regierung in Bangladesch, Maßnahmen zum Schutz der Zvilbevülerkung zu ergreifen und die extremistische Gewalt zu bekämpfen, die das Leben und die Freiheit der Menschen bedroht”, so die Nichtregierungsorganisation “Christian Solidarity Worldwide” (CSW), „In einem solchen Klima sind religiöse Minderheiten besonders gefährdet: wir wünschen uns, dass die Regierung ihr Versprechen hält und die Religionsfreiheit schützt”.
(PA) (Fides 8/7/2016)


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