AFRIKA/MALAWI - Über 6 Millionen Menschen von Lebensmittelknappheit betroffen: Bischöfe bitten um Hilfe

Dienstag, 5 Juli 2016 hunger   bischöfe  

Lilongwe (Fides) - “In unsren Krankenhäuser nimmt die Zahl der mangelernährten Patienten zu und wir befürchten, dass sich die Situation angesichts der bevorstehenden mageren Zeit noch zuspitzen wird”, so die Bischöfe von Malawi in einem Appell an die lokalen und internationalen Hilfswerke mit der Bitte um Unterstützung für die rund 6 Millionen von der Lebensmittelknappheit betroffenen Menschen.
Wie die Bischofskonferenz in ihrem Spendenaufruf mitteilt, sind rund 305.500.000 Dollar für die Überwindung der Lebensmittelkrise notwendig.
Bereits im April hatte Präsident Peter Mutharika den nationalen Katastrophenzustand ausgerufen, für den er die Lebensmittelknappheit infolge des Klimawandels und der damit verbundenen Ernteausfälle durch die anhaltende Dürre verantwortlich macht.
Die Bischöfe beklagen jedoch auch mangelnde politische Maßnahmen und das Ausbleiben der Umsetzung des “Nationalen Resilienz-Planes”, der den Taufelskreis der Lebensmittelunsicherheit durchbrechen soll. “Wir wünschen uns, dass man über die Ankündigung schöner Pläne hinausgeht, mit denen unsere Politiker sich mit Worten brüsten, während die Taten ausbleiben”, so die Bischöfe, die sich wünschen, dass „eine Reform der Zuschüsse für Landwirte in Betracht gezogen wird”.
Die Bischöfe erinnern auch daran, dass Infrastrukturen der Landwirtschaft und insbesondere Bewässerungsanlagen einer Instandhaltung und Wiederinbetriebnahme bedürfen.
(L.M.) (Fides 5/7/2016)


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