AFRIKA/RUANDA - Kigali reagiert auf US-amerikanische Vorwürfe der Rekrutierung burundischer Flüchtlinge

Montag, 4 Juli 2016 flüchtlinge   bewaffnete gruppen  

Kigali (Fides) - “Es ist in politisch motivierter Bericht, der die Wahrheit ganz offensichtlich verzerrt”, so ruandische Botschafterin in Washington, Mathilde Mukantabana, nach dem Erscheinen des Jahresberichts des US-amerikanischen Berichts zum Menschenhandel in aller Welt, in denen gegen ruandische Offiziere der Vorwurf erhoben wird, im Jahr an der Rekrutierung burundischer Flüchtlinge, darunter auch Kinder und Jugendliche, durch bewaffnete Gruppen beteiligt gewesen zu sein.
Bereits im Februar dieses Jahres hatten die Vereinten Nationen Ruanda vorgeworfen, die Gewalt im benachbarten Burundi zu schüren, wo eine schwere politische Krise herrscht, indem es die Rekrutierung burundische Flüchtlinge unterstützt, die sich auf ruandischem Staatsgebiet aufhalten (vgl. Fides 4/2/2016).
Die Regierung in Kigali ließe mitteilen, dass man große Ressourcen in den Schutz von Flüchtlingen investiere und betont, dass “ernsthafte Anstrengungen zum Schutz der eigenen Bürger vor der Gefahr des Menschenhandels unternommen werden”.
Das US-amerikanische Außenministerium begrüßt zwar die Anstrengungen Ruandas, beschuldigt aber gleichsam Offizieren der ruandischen Armee der Rekrutierung burundischer Flüchtlinge und des sexuellen Missbrauchs in kongolesischen Flüchtlingscamps und betont, die Regierung in Kigali habe im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen nur „begrenzte Ermittlungen auf den Weg gebracht”.
(L.M.) (Fides 4/7/2016)



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