AFRIKA/SÜDAFRIKA - Kommunalwahlen: Bischöfe wünschen Politik auf der Grundlage ethischer Prinzipien

Freitag, 1 Juli 2016 wahlen   bischöfe  

Johannesburg (Fides) - “Wir brauchen Bürgermeister und Stadträte, denen die wirtschaftlichen Probleme und andere Probleme, mit denen sich unsere Bürger konfrontiert sehen, am Herzen liegen”, heißt es in einem Hirtenbrief der Südafrikanischen Bischofskonferenz mit Blick auf bevorstehende Wahl am 3. August.
“Niemand braucht Politiker, die sich bereichern oder nur an Parteipolitik interessiert sind. Politik kann auch ein christliche Berufung sein”, so die Bischöfe weiter. Deshalb bitten sie “diejenigen, die eine Führungsrolle übernehmen wollen, in den Gemeinden eine Amtsausübung auf der Grundlage ethischer Prinzipien zu garantieren”.
Unterdessen veröffentlichte auch die Justitia-et-Pax-Kommission der “Southern African Catholic Bishops’ Conference” eine Verlautbarung, in der sie die Unfähigkeit der Politiker angesichts der Gewalt während der Wahlkampagne verurteilt. “Wir sind enttäuscht von unseren Politikern, die sich nicht mit Nachdruck zu den jüngsten politischen Morden und zur politischen Gewalt äußern”, so der Vorsitzende der bischöflichen Kommission, Bischof Abel Gabuza von Kimberley.
Mitte Juni kamen bei Ausschreitungen am Rande der Kommunalwahlen in Tshwane bei Pretoria mindestens drei Menschen ums Leben.
“Die Politiker sprechen junge Menschen an, vor allem solche die arbeitslos sind, um sie für die Gewalt im Vorfeld der Wahl zu gewinnen“, so Bischof Gabuza, der die Südafrikaner vor Politikern warnt, „deren einziges Interesse die Macht und ein Regierungsamt ist”.
Am 6. Juli findet in Durban ein Gebet für eine friedliche Wahl statt.
(L.M.) (Fides 1/7/2016)


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