AMERIKA/VENEZUELA - Kardinal Urosa Savino: “Man darf die Krise nicht länger verleugnen”

Donnerstag, 30 Juni 2016 krisengebiete   gewalt   bischöfe   gesundheitswesen  

Caracas (Fides) – "Man darf die Krise nicht länger verleugnen und verbieten, dass Lebensmittel und Medikamente aus anderen Teilen der Welt eingeführt werden, die Hilfswerke und kirchliche Organisationen wie die Caritas zur Verfügung stellen", so der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino im Gespräch mit der einheimischen Presse. Damit übte er Kritik an der Regierung, die verhindert, dass Hilfsmittel eingeführt werden, und damit zeigen will, dass die Krise nicht existiert.
In diesem Zusammenhang betonte der Kardinal, dass die Situation sich zuspiztzt, wo bei er der Regierung Maduro empfiehlt ein Eingreifen der Organisation der Amerikanischen Staaten (OEA) zu vermeiden, die internationale Hilfen auf den Weg bringt, wenn es zu einem Notstand und Lebensmittelknappheit kommt.
Vor weniger als einer Woche hatte die Nationalversammlung ein Gesetz zur Überwindung der Notlage im Gesundheitswesen gebilligt und internationale Hilfswerke um die Versorgung mit Medikamenten gebeten. Auf Bitte des Präsidenten hatt der Oberste Gerichtshof dieses Gesetz annulliert, da dieses nach Aussage der Richter unrechtmäßig in die Funktionen des Präsidenten eingreift.
(CE) (Fides, 30/06/2016)


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