AMERIKA/MEXIKO - Lehrerproteste: Bischof von Oaxaca fordert “Waffenstillstand” und “konstruktiven Dialog”

Dienstag, 28 Juni 2016 bildungswesen   entwicklung   bischöfe  

San Cristobal (Fides) – Bischof Felipe Arizmendi Esquivel von San Cristóbal de Las Casas (Chiapas) fordert, dass ein parlamentarischer Ausschuss, “die Beschwerden, Zweifel und Gegenargumente der Lehrer zur Bildungsreform” anhört (vgl. Fides 21,24/06/2016). “Denn viele sind heute der Meinung, dass die Reform nicht vollständig ist und Inhalte und Methoden nicht berücksichtigt werden, sondern es sich um rein verwaltungstechnische Bestimmungen handelt“, so der Bischof weiter.
"Wenn der Präsident (Enrique Peña Nieto) das Gesetz über Transparenz erneut dem Kongress vorlegt, weil einige Unternehmer dies fordern”, so der Bischof im Gespräch mit Journalisten am vergangenen 26. Juni, “dann könnte er dies auch mit der Bildungsreform tun, wie es die Lehrer fordern. Oder sind Unternehmer mehr wert als Lehrer?".
“Zwar wurde das Gesetz in anderen Staaten ohne große Probleme angenommen, doch in Oaxaca, Chiapas, Guerrero, Michoacán und Tabasco sind die Umstände anders als anderswo”, so der Bischof weiter, der in diesem Zusammenhang den Machtmissbrauch der Sicherheitskräfte bei der Unterdrückung der Proteste beklagte.
In einer gemeinsamen Botschaft vom 26. Juni verurteilen die Bischöfe der Provinz Oaxaca Gewalt und Vandalismus und erinnern daran, dass “wir alle Teil derselben Gesellschaft sind und uns gemeinsam um deren Verbesserung bemühen sollten”. “Der Reichtum Oaxacas sind seine Menschen”, heißt es in der Botschaft weiter, in der die Bischöfe einen umgehenden “Waffenstillstand” fordern, “damit alle Zeit zum ernsthaften Nachdenken haben und sich die Gemüter beruhigen, damit die Grundlage für einen konstruktiven und transparenten Dialog entsteht”.
(CE) (Fides, 28/06/2016)


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