AFRIKA/MADAGASKAR - Dürre und Klimawandel führen zu einer Zuspitzung der Hungersnot

Mittwoch, 22 Juni 2016

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Antananarivo (Fides) – Fast eine Million Kinder leiden in Madagaskar unter akuter Hungersnot. Auf der Insel ist die Rate der Kinder im Alter unter fünf Jahren mit einer Wachstumsstörung besonders hoch. Die gegenwärtige Dürre zerstörte die Reis- und Maniokernte, so dass die Lebensmittelversorgung von 80% der Einwohner nicht gesichert ist. Viele ländliche Gemeinden vertrauen auf Lebensmittelhilfen und ernähren sich von Kaktusfrüchten.
Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilt ist die Lebensmittelknappheit derzeit das größte gesundheitliche Problem des Landes. Betroffen sind ganze Gemeinden und die humanitären Hilfswerke beklagen, dass Madagaskar für die internationale Staatengemeinschaft „auf der Landkarte nicht existiert”, so lange es nicht zu dramatischen Katastrophen kommt, die das allgemeine Interesse wecken.
Die derzeitige Dürre gehört zu den schlimmsten in der Geschichte des Landes. Seit fünf Jahren regnet es nicht genug und 2010 wurde die Mais-, Kartoffel- und Melonenernte von schweren Hagelfällen zerstört.
(AP) (Fides 22/6/2016)


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