ASIEN/SYRIEN - Patriarch Ignace Ephraim II. entgeht einem Selbstmordattentat

Montag, 20 Juni 2016 religiöse minderheiten   verfolgung   gewalt   terrorismus   kriege  

aina

Qamischli (Fides) – Drei Menschen starben in Qamischli im Norden Syriens bei einem Selbstmordattentat auf eine religiöse Gedenkfeier für die Opfer des so genannten “assyrischen Genozids”. Wie einheimische Quellen berichten versuchte der Attentäter in den Saal einzudringen, in dem die Feier stattfand, wurde aber von den Sicherheitskräften aufgehalten, so dass er den Sprengsatz in deren Nähe zündete. Im Rahmen der Feier sollte an das Blutbad im Jahr 1915 erinnert werden, das auch als “Massaker von Sayfo” bekannt ist, und von der osmanischen Armee während des ersten Weltkriegs verübt wurde. Nach Schätzungen von Historikern kamen damals 250.000 Menschen ums Leben. Andere Quellen sprechen von bis zu 750.000 Opfern. An der Feier nahm auch das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ignace Ephraim II. teil. Für die Sicherheit waren die so genannten christlichen „Sotoro“-Milizen verantwortlich. Bisher bekannte sich niemand zu dem Attentat.
Die größtenteils von Kurden bewohnte Stadt Qamischli wird derzeit von kurdischen Milizen und der syrischen Armee kontrolliert.
(PA) (Fides 20/6/2016)


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