ASIEN/IRAK - Chaldäischer Patriarch distanziert sich erneut von “christlichen” Milizen

Donnerstag, 16 Juni 2016 paramilitärische gruppen  

saintadday.com

Bagdad (Fides) – An den Kämpfen um die vom Islamischen Staat (IS) besetzte Stadt Falludscha nehmen paramilitärische Gruppen unterschiedlicher Herkunft teil, wobei es auch zu Übergriffen an aus den besetzten Gebieten fliehende Zivilisten kam.
In den vergangenen Tagen wurden in den sozialen Netzwerken Bilder von Milizionären veröffentlicht, die Kreuze und andere christliche Symbole tragen. Dazu betont der chaldäische Patriarch, in einer offiziellen Verlautbarung, dass sich die Kirche von solchen Handlungen distanziere. Es bestünden keinerlei Beziehungen dieser Gruppen zur christlichen Kirche.
“Es handelt sich um Einzelpersonen, die unüberlegt handeln: indem sie christliche Symbole zeigen, tun sie nichts Gutes, denn sie schüren religiöse Konflikte und eine neue Spirale der Gewalt und des Leidens”, so der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. zu den Gefahren, die solche Aktionen, insbesondre auch für Christen mit sich bringen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich der chaldäische Patriarch von bewaffneten Gruppen distanziert, die im Irak kämpfen und sich als „christlich“ bezeichnen und eventuelle vom US-amerikanischen Kongress unterstützt werden sollen (vgl. Fides 19. Mai 2016). Der Patriarch fordert Christen, die den Islamischen Staat bekämpfen wollen auf, sich der staatlichen Armee oder den Peschmerga-Milizen anzuschließen.
(GV) (Fides 16/6/2016).



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