AFRIKA/ÄGYPTEN - Al Azhar-Universität verurteilt Blutbad in Orlando und warnt vor “anti-muslimischer Rhetorik”

Mittwoch, 15 Juni 2016 terrorismus  

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Kairo (Fides) – Die sunnitische al-Azhar-Universität verurteilt in einer am 13. Juni veröffentlichten offiziellen Verlautbarung das Blutbad in einem Schwulenclub in Orlando (Florida, USA), warnt aber gleichsam vor einer Kampagne der “anti-islamischen Rhetorik”. “Das schreckliche Verbrechen”, das in Orlando verübt wurde, heißt es in der Verlautbarung, widerspricht den Lehren des Islam. Deshalb seien alle Muslime in westlichen Ländern aufgerufen, mit dem Beispiel eines “korrekten Benehmens und des friedlichen Zusammenlebens” voranzugehen.
Dabei warnt die sunnitische Institution vor der Instrumentalisierung des tragischen Ereignisses “im Dienste von rein politischen Interessen“. Denn dies schüre Rachegefühle und begünstige den Terrorismus”. Nach dem Blutbad hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump verkündet, dass er im Falle seiner Wahl die Zuwanderung aus Regionen verbieten werde “die Beziehungen zum Terrorismus haben”.
(GV) (Fides 15/6/2016).


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