AFRIKA/NIGERIA - Bischöfe fordern Regierung und Bürger zu mehr Engagement für das friedliche Zusammenleben auf

Dienstag, 14 Juni 2016 bischöfe   gewalt  

Abuja (Fides) – “Sicherheit ist die Voraussetzung für die Entwicklung eines Landes”, so die Bischöfe Nigerias in einer gemeinsamen Erklärung, in der sie ihre “große Sorge” im Hinblick auf die “Zunahme der Gewalt im Land” zum Ausdruck bringen, “die dazu führt, dass die Unsicherheit fast alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens beeinträchtigt”.
“Von Norden bis Süden, von Osten bis Westen”, heißt es in dem Dokument der Bischöfe, “gefährden die Auseinandersetzungen zwischen gierigen Kriminellen, die sich als Nomaden ausgeben und der einheimischen Bevölkerung, das friedliche Zusammenleben. In verschiedenen Teilen des Landes machen unzählige Überfällen und Entführungen die Reise auf den Straßen und die Rückkehr in die eigenen Häuser zu einem Albtraum für viele Bürger”. In diesem Zusammenhang erinnern die Bischöfe auch an das Wiederaufflammen der Aufstände und Proteste in der erdölreichen Region des Niger-Delta und die Frustration vieler junger Menschen “die sich in einigen Teilen des Lands gegen die politische Ausgrenzung und die finanziellen Entbehrungen wehren, wobei immer wieder viel versprechende junge Menschen bei Ausschreitungen mit der Polizei ums Leben kommen”.
Deshalb appellieren die Bischöfe an die Regierung, “an die Behörden mit der Bitte um mehr Ernsthaftigkeit beim Schutz des Lebens und des Eigentums der Bürger. Denn dies ist die Hauptaufgabe einer Regierung”.
“Gleichsam fordern wir alle Nigerianer auf, die eigene individuelle und kollektive Verantwortung zu übernehmen, wenn es um den Aufbau einer lebendigen Nation geht, indem sie die Gesetze achten und die Instrumente der Aussöhnung nutzen um Streitigkeiten zu schlichten”.
(L.M.) (Fides 14/6/2016)



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