AMERIKA/CHILE - Bei Studentenprotesten demolieren Demonstranten ein christliches Holzkreuz

Freitag, 10 Juni 2016 gewalt   entwicklung   bildungswesen  

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Santiago (Fides) – Am Rande von Studentenprotesten in der chilenischen Hauptstadt, drangen maskierte Jugendlich in die “Gratitud Nacional”-Kirche im Zentrum von Santiago ein, um ein drei Meter hohes Kreuz mitzunehmen und es danach auf einer der Hauptstraßen der Stadt zu zerstören. An der von der Confederación de Estudiantes de Chile (Confech) veranstalteten friedliche Kundgebung hatten rund 150.000 Schüler und Studenten teilgenommen, die eine Reform des Bildungswesens fordern.
Unterdessen verurteilte der Studentenverband die Schändung der Kirche und des Kreuzes: diese Aktion “ist nicht mit den Idealen der Studentenbewegung vereinbar“. Der neue Innenminister, der sich erst seit wenigen Tagen im Amt befindet erklärte: “Ich verurteile solche Handlungen im Namen der Regierung….Es ist sehr besorgniserregend, wenn wir sehen müssen zu welchen Taten Menschen in unsrem Land fähig sind”.
In den vergangenen Wochen waren im Rahmen der Studentenproteste auch Schulen besetzt worden. Einige Demonstranten waren sogar in den Präsidentenpalast eingedrungen.
"Die Situation ist sehr schmerzlich für uns2, so der Weihbischof von Santiago del Chile, Luis Fernando Ramos Pérez, “denn eine für uns sehr kostbare Ikone unseres Glaubens wurde zerstört und wir möchten nicht, dass diese Geste in unserem Land Nachahmer findet“.
(CE) (Fides, 10/06/2016)


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