VATIKAN - Erzbischof Rugambwa bei der Vollversammlung der Päpstlichen Missionswerke: “Lassen wir uns vom Heiligen Geist erneuern”

Donnerstag, 2 Juni 2016 päpstliche missionswerke   missionarische Öffentlichkeitsarbeit  

Roma (Fides) – “Dank der Evangelisierung, der Mission, des Gebets, des Zeugnisses und der karititativen Tätigkeit der jungen Kirchen, dürfen wir hoffen, dass die Kirche ihre Leidenschaft für Christus und die Verkündigung des Evangeliums neu entdeckt”, so der Beigeordnete Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Protase Rugambwa, in seiner Ansprache an die Teilnehmer der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke, die in Rom tagt (vgl. Fides 28/05/2016) und sich mit dem Thema „Missionsbewusstsein in der heutigen Zeit. Die Päpstlichen Missionswerke im Dienst der jungen Kirchen“ befasst.
Der Erzbischof zitierte einen Grundsatz, den er vor drei Jahren bekräftigte, als er zum ersten Mal an der Generalversammlung teilnahm. “Die Päpstlichen Missionswerke haben nur ein Existenzrecht, wenn sie ihre spezifische Aufgabe fortsetzen: missionarische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Ortskirchen für die Mission ad Gentes. Wir sind nicht eines der vielen Hilfswerke, die Spenden für Entwicklungsländer sammeln. Das, was unseren Dienst ausmacht ist vor allem die Verkündigung des Evangeliums und deren universale Eigenschaft“.
Das 100jährige Bestehen eines der vier Missionswerke, Missionsunion der Kleriker (PUM), die vom seligen Paolo Manna gegründeten wurde “damit alle Getauften über ihrer Aufgabe bei der Missio ad gentes informiert sind und diese bewusst und leidenschaftlich erfüllen“ steht im Mittelpunkt der diesjährigen Versammlung. Auch Erzbischof Rugambwa wünscht sich eine Reform der PUM, die Papst Paul VI. als “Seele” der Päpstlichen Missionswerke bezeichnete. “Diese passende Bezeichnung”, so der Erzbischof, “macht deutlich, dass nicht nur die Reform der PUM ein gemeinsamer Prozess sein muss, der in Zusammenarbeit mit den anderen Missionswerken stattfindet sondern dass dieser Prozess zu ihrer Arbeit und ihrer Identität beiträgt, die auch von der finanziellen Zusammenarbeit mit den Missionskirchen abhängig sind”. “Lasst euch vom Heiligen Geist erneuern”, so der Erzbischof, “Im Kontext einer Ecclesia semper reformanda… dürfen auch die Päpstlichen Missionswerke vor Umkehr und Reformen nicht zurückschrecken”.
“Wie der Bauer, der sich bei der Aussaat um die Qualität des Samens, die Aufbereitung des Bodens und die gute Arbeit bemüht, warten auch wir auf die reichen Früchte des Heiligen Geistes, der uns erneuert und wachsam macht, damit wir die Zeichen der Zeit und die Notwendigkeit einer konstanten persönlichen Umkehr und einer mutigen Reform der Strukturen im Dienst der Mission und der Erlösung der ganzen Welt erkennen“.
(SL) (Fides 02/06/2016)



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