AMERIKA/MEXIKO - Diözese San Cristóbal verurteilt Gewalt und fordert Respekt

Montag, 30 Mai 2016 gewalt   bischöfe   politik  

Chenalhó (Fides) – "Wir bedauern, dass es keinen Dialog gibt und wir bedauern, dass unser Angebot, in den Räumlichkeiten der Diözese zu verhandeln nicht respektiert wurde", heißt es in einer Verlautbarung der Diözese San Cristóbal de Las Casas.
Am vergangenen 25. Mai lehnte Bürgermeister von Chenalhó (Chiapas) zunächst einen von der Opposition geforderten Rücktritt ab. Vertreter der Kirche versuchten zwischen den Parteien zu vermitteln. Am Rande der Verhandlungen drangen mit Schlagstöcken und Steinen bewaffnete Männer in die Räumlichkeiten der Diözese ein, bedrohten die Verhandlungsteilnehmern und entführten zwei Abgeordnete, die als Beobachter an den Gesprächen teilnahmen. Nach dieser Episode erklärte sich der Bürgermeister schließlich zum Rücktritt bereit, woraufhin die Entführten wieder freigelassen wurden. Noch am Abend des 25. Mai und an den darauf folgenden Tagen kam es zu Ausschreitunten zwischen Anhängern des Bürgermeisters und der Opposition, bei denen zwei Menschen starben.
In der Verlautbarung fordert die Diözese eine Beendigung des seit 1997 Streits und “gegenseitigen Respekt”. Unterdessen ließ die Regierung weitere Sicherheitskräfte in der Region stationieren.
(CE) (Fides, 30/05/2016)


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