AFRIKA/KENIA - Religionsvertreter fordern “politische Lösungen” zur Vorbeugung gegen neue Gewalt

Montag, 30 Mai 2016 politik   bischöfe   dialog  

Nairobi (Fides) - “Der Streit der politischen Lager um die Unabhängige Wahlkommission gefährdet den Frieden, den Zusammenhalt und die Einheit der Kenianer”, so die Religionsvertreter des Landes in einer gemeinsamen Erklärung, die am Rande einer Tagung in Karen veröffentlicht wurde, an der Vertreter der Katholischen Bischofskonferenz und der anderen Konfessionen des Landes teilnahmen: National Council of Churches of Kenya (NCCK), National Muslim Leaders Forum (NAMLEF), Council of Imams and Preachers of Kenya (CIPK), Organization of African Instituted Churches (OAIC), Hindu Council of Kenya (HCK), Seventh Day Adventist Church (SDA) und Evangelical Alliance of Kenya (EAK).
Nach Ansicht der Religionsvertreter erfordert die derzeitige Polarisierung mit Blick auf die Wahlen im Jahr 2017, “eine dringende politische Lösung, damit eine bevorstehende Krise vermieden werden kann, die erneut zu Gewalt im Zusammenhang mit den Wahlen fürhren könnte”.
Die Religionsvertreter bringen in ihrem Dokument auch den Angehörigen der Opfer der Ausschreitungen bei Kundgebungen der Opposition am vergangenen 23. Mai zum Ausdruck, bei der die Auflösung der Wahlkommission gefordert wurde.
Die Religionsführer bitten die Anhänger des Präsidenten und das Oppositionsbündnis CORD um einen Dialog und erinnern die Politiker daran, dass “die Bürger euch dafür verantwortlich machen, wenn im Land infolge politischer Interessen erneut die Anarchie ausbrechen sollte”.
(L.M.) (Fides 30/5/2016)


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