AFRIKA - Europäisch-afrikanisches Projekt soll den Handel mit leichten Waffen in Westafrika unterbinden

Freitag, 27 Mai 2016 waffen  



Roma (Fides) – Rund sieben Millionen leichte Waffen sind im Westafrika im Umlauf, allein eine Million in Nigeria. Davon befinden sich 77.000 in den Händen von Guerillagruppen in Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste), Guinea Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria und Senegal.
Zur Bekämpfung des Problems brachte die Europäische Union als einer der wichtigsten Handelspartner in der Region in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Entwicklungsgemeinschaft der Westafrikas (CEDEA/ECOWS) eine gemeinsame Initiative auf den Weg, in deren Rahmen die Waffen, die sich im Besitz von Zivilisten in der Region befinden, eingezogen werden sollen.
Dem Programm schließen sich insgesamt sieben Länder Westafrikas an: Mali, Liberia, Guinea, Niger, Sierra Leone, Cote d’Ivoire und Nigeria.
Das Programm, mit dessen Umsetzung bereits 2014 begonnen wurde soll bis 2017 abgeschlossen sein. Im Mittelpunkt steht die Aufklärung über die Gefahren des Waffenhandels in Dörfern und Städten insbesondere in Grenzgebieten und die damit zusammenhängende Zunahme von Gewalt. Die Einwohner werden zur freiwilligen Abgebe der Waffe eingeladen und sollen dafür von gemeinschaftlichen Entwicklungsprojekten profitieren können.
(L.M.) (Fides 27/5/2016)


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