VATIKAN - Kardinal Filoni eröffnet Kolumbianischen Missionskongress: “Wir brauchen Christus”

Freitag, 27 Mai 2016 filoni   päpstliche missionswerke   missionarische Öffentlichkeitsarbeit   ortskirchen  

OMP Colombia

Bucaramanga (Fides) – Wie Bartimäus “sind auch wir in gewissem Sinne Blinde, Bettler und armen. Wir brauchen Christus, wir brauchen den christologischen Glauben. Wir müssen auf glauben können, dass unser Leben von Gott geliebt wird, trotz aller Finsterniss und Ungewissheit in bestimmten Momenten. Wir brauche das Licht und die Hoffung, mit der der Herr uns auch in der Tiefe erreicht, in der wir uns befinden, um jede Finsternis zur vertreiben und jede Blindheit oder Krankheit zu heilen”, so kardinal Fiiloni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, bei der Eröffnungsmesse des XII. Kolumbianischen Missionskongresses in Bucaramanga am gestrigen Donnerstag, den 26. Mai.
Den anwesenden Kardinälen, dem Apostolischen Nuntius, den Bischöfen, Priestern und Ordensleuten sowie den vielen Laienglaübigen übermittelte Kardinal Filoni den Gruß und den Segen des Papstes. Die Teilnahme an der Eröffnung des Missionskongresses sei für ihn persönlich “Anlass zu tiefer kirchlicher Freude“.
Ausgehende vom Evangelium des Tages und im Gedenken an den heiligen Filippo Neri erinnerte der Kardinal an die Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10,46-52). “Blind sein, bezeichnet in der Sprache der Heiligen Schrift nicht nur die körperliche Behinderung, vielmehr geht es auch um den spirituellen Aspekt”, so der Kardinal. “Bartimäus kannte die Finsternis der Blindheit und wollte sehen, deshalb schrie er mit lauter Stimme: ‚Sohn David, Jesu, hab Erbarmen mit mir!’. Jesus blieb stehen und befahl: Ruft ihn her!’.”
Mit einem Zitat aus dem Apostolischen Schreiben “Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus erklärte Kardinal Filoni “diese Aufforderung an Bartimäus ist Sinnbild und Symbol für jeden einzelnen unter uns und alle, die in ihrem Glauben schwanken… ‘Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete’ (EG 3). Der Herr hört uns und nimmt uns an er gibt uns die Sehkraft zurück. Kurz gesagt, er rettet uns durch den Glauben…. Aus seinem Glauben heraus glaubte Bartimäus an die Liebe Gottes, die alles kann“, und er erhält seine Sehkraft zurück und folgt ihm nach.
In der ersten Lesung (1Pt 2,2-5,9-12), erinnert der heilige Petrus uns daran, “dass wir berufen sind jeden Mann und jede Frau zum Glauben zu ermutigen… Diese Ermutigung, das auf die Mitmenschen zugeht, ihnen Hoffnung schenkt, sie zu Jesus zu führen, das ist die Kirche, die aufbricht, eine Gemeinschaft von Missionaren”.
Der Präfekt des Missionsdikasteriums beendete seine Predigt mit dem Wunsch, dass wir alle, wie Barthimäus, den Satz Jesu hören “dein Glaube hat dir geholfen” und bat um die Hilfe der Gottesmutter, demütige und treue Jüngerin und die heilige Laura Montoya, um ihre Fürsprache, “damit wir unseren Evangelisierungsauftrag erfüllen“.
(SL) (Fides 27/05/2016)


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