AFRIKA/MALAWI - Justitia et Pax: “Gewalt gegen Menschen mit Albinismus nimmt zu”

Dienstag, 24 Mai 2016 gerechtigkeit  

Lilongwe (Fides) - “Menschen mit Albinismus werden Opfer von Gewalt. Verschiedene Gräber, in denen die Überreste solcher Menschen begraben waren wurden von Grabräubern geplündert, die von der Polizei festgenommen wurden. Als katholische Justitia-et-Pax-Kommission schmerzt uns so etwas sehr”, so der Koordinator der bischöflichen Kommission Martin Chiphwanya, der daran erinnert, dass die Gewalt gegen Menschen mit Albinismus zunimmt. Chiphwanya fordert umfassende gemeinsame Ermittlungen bei denen Polizei, Justiz, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.
Polizeibeamte sollen für solche Ermittlungen besonders geschult werden und solche Fälle vor Gericht bringen. Vertreter der Dorfgemeinschaften und Religionen sollen die Menschen auf das Problem der Gewalt gegen Menschen mit Albinismus aufmerksam machen und diese bekämpfen
Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit Nachbarländern, die sich ebenfalls mit Gewalt gegen Menschen mit Albinismus konfrontiert sehen. Vor kurzem konnten die Polizeibehörden von Malawi in Zusammenarbeit mit den Behörden in Mosambik zwei Personen festnehmen, die einen jungen Mann mit Albinismus ermordet hatten, um seine Knochen für “magische” Riten zu benutzen.
Auch in Tansania wurde ein Programm zur Bekämpfung der Gewalt gegen Menschen mit Albinismus auf den Weg gebracht. Eine Delegation aus Malawi soll sich auf Wunsch des Präsidenten mit den tansanischen Behörden beraten.
(L.M.) (Fides 24/5/2016)


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