ASIEN/SYRIEN - Anschlag auf christliches Viertel in Qamishli fordert mindestens drei Opfer

Montag, 23 Mai 2016 terrorismus  

Syriac International News Agency

Qamishli (Fides) – Mindestens drei Menschen starben am vergangenen 21. Mai in der Altstadt von Qamischli bei einem bei einem terroristischen Anschlag. Ziel des Anschlags war das mehrheitlich von Christen bewohnte Stadtviertel Wusta. “Bei den drei Opfern”, so der syrisch-katholische Bischof Hanna von Hassakè-Nisibi “handelt es sich um die drei syrischen Christen Abdulmehis Lahdo, Karam Sacid Samcun und Tuma Yusuf Eliyo”. Wie Überlebende berichten schoßen drei Attentäter um sich und warfen Sprengsätze auf einer am Samstagabend sehr belebten Straße des Viertels. Wie Augenzeugen berichten, könnte es sich auch um Selbstmordtäter handeln.
Die staatlichen syrischen Medien machen Kämpfer des Islamischen Staates für das Attentat verantwortlich. Einheimische Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass es in der Umgebung von Qamishli in jüngster Zeit zu Ausschreitungen zwischen der Regierung und kurdischen Milizen gekommen, die um die Vorherrschaft in der Region kämpfen.
“Es ist ein weiterer beunruhigender Faktor dieses Krieges, dass wir oft nicht wissen wer genau uns terrorisiert”, hatte der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Behnan Hindo, anlässlich ähnlicher Anschläge in der Vergangenheit beklagt.
(GV) (Fides 23/5/2016).


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