ASIEN/PHILIPPINEN - Kardinal Quevedo wünscht von Präsident Duterte “Engagement für den Frieden auf Mindanao"

Samstag, 14 Mai 2016 frieden   aussöhnung   dialog   islam   gewalt  

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Davao (Fides) – Die Auseinandersetzung mit der Stabilität und der Aussöhnung auf der Insel Mindanao und Friedensvereinbaru7ngen mit der muslimischen Glaubensgemeinschaft und kommunistischen Rebellen wünscht sich der Erzbischof von Davao, Kardinal Orlando Quevedo vom neuen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, der 22 Jahre lang als Bürgermeister für die Stadt auf der Insel Mindanao verantwortlich war. Im Hinblick auf die dringend Notwendigen Friedensgespräche wünschte sich der Kardinal, dass man “die Kirche als positive Kraft und Partner bei der nationalen Entwicklung“ auch in diesem Bereich berücksichtigen möge. Der Friede sei auch "ohne eine Revision der Verfassung” möglich, betont Kardinal Quevedo, mit Bezug auf den Vorschlag des Präsidenten, die die Verfassung des Landes zu ändern und eine föderative Staatsform zu begünstigen.
Zwar zieht der Kardinal den Föderalismus als langfristiges Projekt in Betracht, das jedoch nicht von den Dringlichkeiten der Gegenwart ablenken dürfe. Zu diesen dringenden Anliegen gehöre zum Beispiel die Billigung des “ Grundgesetzes für Bangsamoro“, das nach einem zehnjährigen Konflikt entworfen und von der letzten Regierung nicht gebilligt wurde.
Der Erzbischof von Davao regt die neue Regierung unter Duterte auch zu einer Revision der Schulbücher an, “die falsche Informationen über Muslime und tribale Völker auf Mindano enthalten“ und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Fortschritte beim interreligiösen Dialog während der vergangenen Jahre.
(PA) (Fides 14/5/2016)


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