ASIEN/PAKISTAN - Nach einer Anklage wegen angeblicher Blasphemie wird eine ganze christliche Gemeinde bedroht

Freitag, 13 Mai 2016 blasphemie   gewalt   islam  

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Lahore (Fides) - "Es kommt immer wieder vor, dass der Missbrauch des Blasphemieparagraphen zu kollektiven Formen der Bestrafung von Christen führt. Wir sind besorgt und bitten die Behörden um Schutz, damit es nicht zur Gewalt oder negativen Folgen kommt“, so Erzbischof Sebastian Shaw von Lahore zum jüngsten Vorfall in Mandi Bahauddinin in der pakistanischen Provinz Punjab, wo muslimische Religionsvertreter mit einer „Fatwa“ den Tod eines wegen angeblicher Blasphemie angeklagten jungen Christen fordern. Dies geschah in einem Dorf in der Region Bosaan, wo 4.000 muslimische und nur 45 christliche Familien wohnen.
Der junge Imran Masih soll auf seinem Handy mehrere Videos eines christlichen Pastors gespeichert haben, der den Islam kritisiert. Muslimische Arbeitskollegen wollen die Videos gesehen haben und informierten die örtlichen muslimischen Geistlichen, die die Fatwa erließen und Anzeige wegen Blasphemie erstatteten. Imran verließe die Region, um sich in Sicherheit zu bringen. Nun drohen die aufgebrachten Muslime der ganzen christlichen Religionsgemeinschaft. Man werde die Wohnungen der Christen in Brand stecken und sie dem Erdboden gleich machen. Deshalb baten christliche Religionsvertreter um Schutz vor eventuellen Racheaktionen. Derzeit sind Polizeibeamte im Dorf stationiert, die gewaltsame Ausschreitungen verhindern sollen. (PA) (Agenzia Fides 13/5/2016)


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