ASIEN/PAKISTAN - "Centre for Social Justice" wünscht Umsetzung des Regierungsprogramms zum Schutz der Menschenrechte

Donnerstag, 12 Mai 2016 menschenrechte   religiöse minderheiten   gewalt   religionsfreiheit  

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Lahore (Fides) - "Die Regierung in Pakistan muss die notwendigen Mittel für die Umsetzung des Aktionsplans zum Schutz der Menschenrechte zur Verfügung stellen, der bereits im Februar 2016 angekündigt wurde", so der Leiter des "Centre for Social Justice“ mit Sitz in Lahore Peter Jacob. Der Aktionsplan umfasst zahlreiche Bereiche: politische Maßnahmen und Gesetzesreformen sowie die Justiz und internationale Abkommen. Außerdem solle eine Beobachtungsstelle die Umsetzung des Programms beobachten.
"Es geht um eine Reihe dringender Maßnahmen, die bis 2016 umgesetzt werden sollen, wobei Aufgaben verteilt und Verantwortliche in den verschiedenen Ministerien und Abteilungen ernannt werden müssen”, so Jacob. Der Aktionsplan sieht auch die Bereitstellung von 250 Millionen Rupies für die Schaffung eines “Instituts für Menschenrechte” vor, das kostenlosen Rechtsbeistand für Opfer von Menschenrechtsverstößen in Pakistan garantieren soll. „Die Inhalte des Plans sind gut, doch es müssen noch einige Fragen gelöst werden". Jacob regt eine Zusammenarbeit des Instituts mit Universitäten an und fragt sich, „wie sollen Menschenrechte an Schulen unterrichtet werden, wenn man die Vorurteile gegenüber religiösen Minderheiten nicht aus den Schulbüchern streicht?“. Jacob wünscht sich abschließend eine Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Umsetzung des Plans: “Dies währe ein Fortschritt auf dem Weg zum friedlichen Zusammenleben, zum Schutz der Legalität und der Menschenwürde in Pakistan”.
(PA) (Fides 12/5/2016)


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