ASIEN/LIBANON - Patriarchen der syrischen Kirchen fordern Parlamentssitz für einen Vertreter ihrer Religionsgemeinschaften

Mittwoch, 11 Mai 2016 ostkirchen  

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Beirut (Fides) – Jeweils einen Sitz im libanesischen Parlament, der einem Vertreter der syrisch-orthodoxen Kirche der syrisch-katholischen Glaubensgemeinschaft vorbehalten ist fordern die Oberhäupter der beiden syrischen Kirchen, Ignatius Aphrem II. und Ignatius Youssif III. in einem am gestrigen 10. Mai unterzeichneten gemeinsamen Dokument. Auch in öffentlichen Büros und staatlichen Ämtern sollen die beiden Religionsgemeinschaften besser vertreten sein.
Eine entsprechende Forderung hatten die beiden Patriarchen bereits bei einem Beratungsgespräch mit den Vertretern der politischen Parteien im Libanon im vergangenen Januar gestellt (vgl. Fides 22/1/2016).
Eine “Quotenregelung“ für christliche Minderheiten gibt es in verschiedenen arabischen Ländern mit muslimischer Mehrheit, darunter Ägypten und der Irak. Im Libanon ist auf der Grundlage des dort geltenden Systems das Amt des Präsidenten einem maronitischen Christen vorbehalten, doch seit Mai 2014 ist das Amt nicht besetzt, da sich die verschiedenen politischen Blöcke bisher nicht auf einen Kandidaten einigen konnten.
(GV) (Fides 11/5/2016)


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