AMERIKA/CHILE - Einheimische Fischer protestieren nach Fischsterben in Ancud

Dienstag, 10 Mai 2016 umwelt   naturkatastrophen   bischöfe   politik  


Ancud (Fides) – Auf Initiative von Bischof Juan Maria Florindo Agurto Muñoz, O.S.M. von San Carlos de Ancud konnten mehrere Lkws mit Treibstoff und Lebensmittel in die Region Chiloé gelangen, wo die Versorgung infolge von Protesten der einheimischen Fischer gefährdet ist. Seit neun Tagen blockieren die Fischer zusammen mit anderen Demonstranten die Zufahrt zu der Stadt Ancud und Umgebung.
Ein Regierungsbeschluss verbietet den Fischfang und den Fang von Meeresfrüchten in der gesamten Region, nachdem infolge eines Fischsterbens der Verdacht auf die Vergiftung von Fischen und Meerestieren besteht und zwei Menschen bereits schwer erkrankten. Dieser Beschluss legt die gesamte Wirtschaft in der Region lahm.
"Es handelt sich hier um eine Umweltkatastrophe, die mit einem Erdbeben oder den heftigen Überschwemmungen vom vergangenen Jahr zu vergleichen ist”, so der Bischof im Interview mit einem lokalen Radiosender, „Es geht hier um unser Meer und unseren Lebensunterhalt. Und nach Aussage von Experten wird die Katastrophe noch lange anhalten”.
Unterdessen will die Regierung die Einwohner, die vom Arbeitsausfall betroffen sind, mit 1.126 Dollar unterstützen, was die Einheimischen jedoch ablehnen, weshalb es zu heftigen Protesten kam, bei denen die Fischer darauf aufmerksam machen, dass diese Summe nicht ausreicht, um die Ausgaben einer Familie zu decken.
(CE) (Fides, 10/05/2016)


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