AMERIKA/MEXIKO - Menschenrechtskommission beklagt das traurige Schicksal von Kindern inhaftierterter Mütter

Mittwoch, 4 Mai 2016 minderjährige  

OEA / SMS Arena Ortega

Mexiko City (Fides) – Gegenwärtig sitzen insgesamt 13.000 Frauen in mexikanischen Gefängnissen ihre Strafe ab. Meistens handelt es sich dabei um Mütter. In der Vollzugsanstal für Männer und Frauen in Santa Martha in Mexiko City leben auch rund 550 Kinder, die dort geboren wurden. Wie die Stiftung “Reinserta un Mexicano A. C.” dokumentiert, leben80% der Kinder in Gefängnissen in einem Kontext von Gewalt und Droge. In 80% der Haftanstalten gibt eis kein Zentrum für die Förderung von Kindern und keine angemessenen Bedingungen für ein altersgemäßeses Wachstum, weshalb diese Kinder später oft zahlreiche Probleme haben.
Nicht in allen mexikanischen Vollzugsanstalten ist der Aufenthalt minderjähriger Kinder zusammen mit ihren Müttern erlaubt. Dies beklagt die Nationale Menschenrechtskommission (CNDH), die an das Recht der Kinder auf ein Leben mit der Mutter erinnern. Der Aufenthalt ist oft nur erlaubt, wenn schwangere Mütter das Kind während der Haft zur Welt bringen. In den Haftanstalten in Acapulco dürfen Kinder bis zu einem Alter von 14 mit ihren Müttern im Gefängnis leben in weiteren zehn Haftanstalten in Bassa California, Chiapas, im Haupstadtdistrikt, Jalisco, Nayarit, San Luis Potosí, Yucatán e Zacatecas ist der Aufenthalt von Minderjähreigen nicht erlaubt.
(AP) (Fides 4/5/2016)


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