AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof von Tibú: “Es gibt Gruppen, die nicht wollen, dass der Friedensprozess vorankommt”

Dienstag, 3 Mai 2016 krisengebiete   gewalt   bischöfe   bewaffnete gruppen  

Tibú (Fides) – “Zusammen mit der Gemeinde La Gabarra, deren Vertretern und den Angehörigen von Henry Perez warten wir auf Nachrichten, weil wir glauben das Henry lebt, obwohl er sich noch in den Händen seiner Entführer befindet. Deshalb werden wir nicht aufhören, nach ihm zu fragen”, so Bischof Omar Alberto Sánchez Cubillos, OP, von Tibú, bei einer Pressekonferenz am vergangenen 1. Mai.
Der Anführer der Bauerngemeinde LA Gabarra, Henry Perez, wird seit dem vergangenen 26. Januar vermisst. Er war in der gesamten Region Tibù für sein Engagement für den Frieden und die Rechte der Bauern sowie den Schutz der Menschenrechte bekannt. In der Region kam es immer wieder zu heftigen Gefechten zwischen den Rebellen der FARC und der ELN, bei denen auch die Zivilbevölkerung gefährdet wurde.
"Die Gesellschaft muss bereit sein, den Tätern zu vergeben, wenn Henry in seine Gemeinde zurückkehrt, denn wir befinden uns derzeit in einem Prozess der Aussöhnung”, so Bischof Sánchez Cubillos.
"Wir sollten uns um ein friedliches soziales Klima bemühen”, so der Bischof abschließend, “doch wir wissen, dass es auch Gruppen gibt, die daran interessiert sind, dass der Friedensprozess nicht vorankommt“. Die staatlichen Behörden bat der Bischof in diesem Zusammenhang um die Wiederherstellung des Vertrauens unter der Bevölkerung durch Zeichen der Nähe.
(CE) (Fides, 03/05/2016)


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