AFRIKA/ÄGYPTEN - Koptische Abgeordnete bringt Fall Regeni vor die parlamentarische Kommission für Menschenrechte

Mittwoch, 27 April 2016 menschenrechte  

Kairo (Fides) – Der Mord an dem italienischen Forscher Giulio Regeni wird in den kommenden Tagen auf der Agenda der Parlamentarischen Kommission für Menschenrechte der ägyptischen Abgeordnetenkammer stehen. So die koptische Abgeordnete Margaret Azer im Gespräch mit der oppositionellen Tageszeitung „Shorouk“. "Wir planen die Schaffung eine Untersuchungskommission, die sich mit willkürlichen Festnahmen und Menschenrechstverstößen in Gefängnissen befassen soll", so Azer in dem Interview, die auch Präsident Abdel Fatah al Sisi und dessen Berater um ein Gespräch über Sicherheit und den Machtmissbrauch der ägyptischen Behörden bitten, auf den auch internationale Kampagnen hinweisen, nachdem der italienische Wissenschaftler Giulio Regeni am vergangenen 3. Februar tot entlang der Straße von Kairo nach Alexandria aufgefunden wurde und wahrscheinlich an den Folgen von Folter gestorben war. Der junge Mann”, so der koptisch-katholische Bischof Antonios Aziz Mina von Guizeh “der im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie über unabhängige Gewerkschaften forschte, wurde wie die Untersuchungen zeigen von Profis gefoltert, da Foltermethoden festgestellt wurden, für die man eine Folterkammer und besondere Geräte braucht” (vgl. Fides 16/3/2016).
Seit dem vergangenen 22. März vertritt die koptische Abgeordnete Margaret Azer die arabischen Politikerinnen bei der Interparlamentarischen Union in Genf. Für den Sitz hatten sich auch Kandidatinnen aus Saudi-Arabien, Marokko, Jordanien und den Arabischen Emiraten beworben.
(GV) (Fides 27/4/2016).


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