ASIEN/BANGLADESCH - Morde mit fundamentalistischem Hintergrund: “Christen lassen sich nicht einschüchtern“

Dienstag, 26 April 2016 ortskirchen   gewalt   islam   terrorismus  

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Dacca (Fides) - “Wir sind uns der Gefahr bewusst und machen uns Sorgen, aber wir lassen uns nicht einschüchtern. Fanatische Gruppen sind zu Morden bereit, doch wir hoffen, dass die Regierung sie unter Kontrolle bringt. Unterdessen setzen wir unsere pastorale und soziale Arbeit fort”, so der emeritierte Weihbischof von Dacca, Theotonius Gomes, der heute am Priesterseminar in Dacca unterrichtet.
In den vergangenen beiden Tagen ermordeten Islamisten den 35jährigen Journalisten und Herausgeber der Zeitschrift “Roobpaan”, Xulhaz Mannan, und dessen Freund und den Universitätsprofessor Rezaul Karim Siddiquee. Im Zusammenhang mit dem Mord an Siddiquee wurde Hafizur Rahman, von der Studentenbewegung der islamistischen Jamaat-e-Islami-Partei festgenommen. Zu dem Mord bekannte sich unterdessen auch der Islamische Staat.
“Die Situation ist komplex. Es gibt einheimische Islamisten die sich zum Islamischen Staat bekennen und dessen Bekanntheit ausnützen”, so der Bischof. Zur Situation der Christen, die insgesamt nur 1% der Gesamtbevölkerung ausmachen. (1,6 Millionen von 160 Millionen Einwohnern) betont der Bischof: “Wir sind vorsichtig und wachsam, wir wissen, wie die Lage ist, doch unsere pastoralen, sozialen und erzieherischen Projekte der christlichen Kirchen werden fortgesetzt. In einigen Fällen stellt die Regierung Wachpersonal bereit und erhöht Sicherheitsstandards auch für uns.” “Die kleine katholische Gemeinde in Bangladesch, die nur rund 300.000 Mitglieder hat (0,2% der Bevölkerung) setzt ihre Sendung fort, betet und vertraut auf Gott“, so der Bischof.
(PA) (Agenzia Fides 26/4/2016)


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