AFRIKA/ÄGYPTEN - Zahlreiche koptisch-orthodoxe Gläubige reisen in der Karwoche nach Jersusalem

Dienstag, 26 April 2016 wallfahrten  

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Kairo (Fides) – Bereits seit dem vergangenen Sonntag, dem orthodoxen Palmsonntag, waren zahlreiche koptisch-orthodoxe Pilger aus Ägypten nach Jerusalem gekommen, um dort an den Riten der Karwoche teilzunehmen. Wie ägyptische Medien berichten, wurden dieses Jahr bereits 5.700 koptisch-orthodoxe Christen in der Heiligen Stadt registriert, was einen Anstieg um mehr als 1.000 Besucher im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Grund für die wachsende Zahl der koptisch-orthodoxen Besucher aus Ägypten in der Heiligen Stadt, ist das Ende des Besuchsverbots, das der damalige Patriarch Schenouda III. für koptische Christen ausgesprochen hatte. Während der Radikalisierung des arabisch-israelischen Konflikts hatte Schenuda III. (1923-2012) den Gläubigen seiner Kirche Pilgerreisen nach Israel verboten und das Verbot wurde auch nach einer Normalisierung der Beziehungen unter Präsident Sadat nicht aufgehoben. Bis heute wurde das Verbot nicht widerrufen, doch bereits 2014 hatte der Besuch einer 90köpfingen Pilgergruppe während der Karwoche, Beobachter dazu veranlasst, zu unterstreichen, dass das Verbot im Rahmen der heutigen Beziehungen zwischen den benachbarten Staaten nicht mehr aktuell erscheint.
Auch der heutige Patriarch Tawadros II. hatte Anlässlich der Beisetzung des koptisch-orthodoxen Erzbischofs Abraham die Heilige Stadt besucht. Der Besuch des Oberhauptes der koptisch-orthodoxen Kirche, der offiziell zwar als „Ausnahme“ bezeichnet wurde, wurde von den Gläubigen anscheinend als Signal dafür verstanden, dass der neue Patriarch nicht beabsichtigt, die solche Einschränkungen aufrechtzuerhalten.
(GV) (Fides 26/4/2016)


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