EUROPA/ITALIEN - Schwangerschaften bei Minderjährigen beeinträchtigen die Entwicklung junger Frauen in Afrika

Montag, 25 April 2016 gesundheitswesen  

CUAMM

Padua (Fides) – Das italienische Hilfswerk “Medici con l’Africa Cuamm” feiert dieses Jahr erstmals den Tag der Gesundheit der Frauen. In sieben Ländern, in denen das medizinische Hilfswerk tätig ist, begleitet die Organisation Frauen während der Schwangerschaft und bei der Entbindung. Doch immer häufiger werden junge Frauen bereits im Alter unter 18 Jahren schwanger, was sich auf ihre soziale, psychologische und körperliche Entwicklung auswirkt. Die Zahl der Schwangerschaften bei Minderjährigen steigt weltweit. Über 16 Millionen Mädchen werden bereits im Alter zwischen 15 und 19 Jahren Mütter, ebenso viele werden sogar im Alter unter 15 Jahren schwanger. Dieses Phänomen hängt auch mit der Zwangsverheiratung junger Mädchen zusammen. Allein in den Ländern Afrikas südlich der Sahara werden fast 120 Millionen Mädchen im Alter unter 18 Jahren verheiratet. Krisensituationen und Notlagen, wie zum Beispiel in Sierra Leone während der Ebola-Epidemie wirken sich besonders auf jüngere Mädchen aus. Wie aus einer Studie des Cuamm hervorgeht, betreffen 31% der Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Entbindung im Distrikt Pujehun Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. In Mosambik unterstützt das medizinische Hilfswerk 6 Einrichtungen für heranwachsende Mädchen („Servicios Amigos dos Adolescentes”), die bei Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren über Gesundheitsfragen (unter anderem auch die Ansteckung mit HIV/Aids) aufklären und kostenlose Untersuchungen anbieten.
(AP) (Fides 25/4/2016)


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