ASIEN/PAKISTAN - Prozess für die bei lebendigem Leib verbrannten christlichen Eheleute wird “lang und schwierig”

Donnerstag, 21 April 2016 religiöse minderheiten   verfolgung   blasphemie  

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Lahore (Fides) – Es wird nicht einfach sein, im Fall der beiden im November 2014 in Kasur wegen angeblicher Blasphemie bei lebendigem Leib verbrannten christlichen Eheleute Shahzaz Masih und Shama Bibi ein gerechtes Urteil zu erwirken, so der christliche Anwalt Sardar Mushtaq Gill, der den Bruder des ermordeten Shahzad, der in dem Prozess als Kläger auftritt, vor Gericht vertritt.
Während der Hauptverdächtige Yousaf Gujjar gegen Kaution freigelassen wurde (vgl. Fides 19/4/2016) werden vor Gericht die Zeugen der Anklage gehört, die den Lynchmord bestätigen. “Das gerichtliche Verfahren gestaltet sich nicht einfach”, so Gill, “Die Angeklagten haben unter anderem auch im Gerichtssaal versucht, die Zeugen einzuschüchtern: “Bei der Befragung, wurde deutlich wie schmerzhaft dies für die Zeugen war, die dabei auch Tränen vergossen.
Die Angeklagten werden von insgesamt 24 Anwälten vertreten, während die Kläger (die Angehörigen der ermordeten Eheleute) nur drei Anwälte haben. Das Anti-Terror-Gericht, das für den Prozess zuständig ist, hatte 106 Verdächtige festnehmen lassen, von denen drei inzwischen gegen Kaution wieder freikamen. Die nächste Verhandlung soll am kommenden 28. April stattfinden „Es wird ein langer und schwieriger Prozess sein: doch wir hoffen, dass die Richter das verheerende Verbrechen erkennen und für Gerechtigkeit sorgen”, so Gill abschließend. (PA) (Fides 21/4/2016)


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