AMERIKA/PARAGUAY - Bischöfe fordern nach Protesten der Landwirtschaftskooperativen Dialogbereitschaft der Regierung

Freitag, 15 April 2016 kooperation   eingeborene   armut   bischöfe  

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Asuncion (Fides) – Die Bischofskonferenz von Paraguay fordert die Regierung auf, sich auf die Seite der Bauern zu stellen und die Entwurzelung von Familien zu verhindern. Mit den seit zwei Wochen protestierenden Kooperativen solle deshalb ein Dialog auf den Weg gebracht werden.
In einer gemeinsamen Verlautbarung äußern sich die Bischöfe Paraguays besorgt darüber, dass es bisher von Seiten der Regierung keine Antwort auf die Forderung der Kooperativen gibt: "Diese Haltung tragt dazu bei, dass besonders Schwache und Benachteiligte noch mehr leiden”, heißt es in der Verlautbarung, "Unter den derzeitigen Umständen schien ein Dialog notwendig, damit die Bauern Gehör finden und Lösungen gefunden werden, die den Standards entsprechen".
Die Bischöfe wünschen sich abschließend einen Dialog, der “die Kultur der Begegnung fördert” und die Förderung von Familienbetrieben zur Begünstigung des Forschritts.
Am 1. April beschloss die Regierung in Paraguay die Einführung eine Mehrwertsteuer für die Kooperativen in Höhe von 10%. Ein entsprechendes Gesetz wurde trotz zahlreicher Proteste am gestrigen 14. April ratifiziert.
(CE) (Fides, 15/04/2016)



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