AMERIKA/BOLIVIEN - “Drogengeschäfte bedrohen das friedliche und demokratische Zusammenleben”

Mittwoch, 13 April 2016 demokratie   bischofskonferenzen   bischöfe   gewalt   politik  

La Paz (Fides) – Am Rande der gestern zu Ende gegangenen Vollversammlung in Cochabamba Bolivianische Bischofskonferenz beklagt das Ausmaß der Drogengeschäfte, die “das friedliche und demokratische Zusammenleben des Landes”.
In ihrer Schlussbotschaft (vgl. Fides 6/04/2016), hatten die Bischöfe vor wenigen Tagen davor gewarnt, dass Drogengeschäfte heutzutage auch staatliche Strukturen beeinträchtigen, was zu Protesten von Staatspräsident Evo Morales führte.
In ihrer gestrigen Stellungnahme würdigen die Bischöfe die Bemühungen der Regierung bei der Drogenbekämpfung, fordern jedoch auch “entschlossene Schritte von allen Seiten”. Man rufe zu einem aufrichtigen Dialog in der Gesellschaft auf, damit „das Ausmaß des Problems verstanden wird“.
"Der Drogenhandel bringt nicht nur Drogenabhängigkeit mit sich, sondern auch Gewalt, Korruption, Lügen, Ungerechtigkeit und Tod”, heißt es in der Verlautbarung der Bischöfe weiter. Man dürfe sich jedoch vor dieser “traurigen Realität” nicht fürchten oder “passiv und ressigniert” sein, so die Bischöfe abschließend.
(CE) (Fides, 13/04/2016)



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