AFRIKA/SUDAN - Bombenangriffe in den Nubabergen und Hungersnot gefährden die Bevölkerung

Mittwoch, 6 April 2016 bewaffnete gruppen  

Khartum (Fides) – Beobachter aus Kreisen der Ortskirche bestätigen die von den Rebellen der Sudan People’s Liberation Movement - North (SPLM-N) beklagten Angriffe der sudanesischen Luftwaffe in den Nubabergen (Südkordofan).
Ein Kampfflugzeug vom Typ MiG soll am Sonntag, den 3. April vier Bomben auf das Dorf Upper Komo abgeworfen haben, dabei wurde das Institut für medizinische Bildung Hakima beschädigt und ein 16jähriges Mädchen getötet und sechs weitere Personen verletzt. Am 5. April soll ein Kampfflugzeug vom Typ Antonow 13 Bomben über der Region Kujur Shabia abgeworfen haben. In den vergangenen zwei Wochen kam es in verschiedenen Gebieten der Staaten Südkordofan und Blue Nile zu heftigen Ausschreitungen.
Mit den militärischen Operationen soll die SPLM-N zur Unterzeichnung der Grundsatzerklärung bewegt werden, die durch die Vermittlung der Afrikanischen Union bereits im Februar dieses Jahres formuliert wurde.
In Kordofan herrscht außerdem eine Hungersnot, die nach Angaben der Vereinten Nationen das Leben von rund 400.000 Sudanesen gefährdet.
(L.M.) (Fides 6/4/2016)


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